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Horse Agility als Therapie für ein Problem-Pferd



Oftmals kommt es anders als man denkt!


Als ich mir mein Pferd Narcos vor acht Jahren kaufte, ging für mich ein Traum in Erfüllung. Mit 50 Jahren hatte ich endlich mein eigenes Pferd, welches ich nach meinem Stil ausbilden konnte. Schon bald merkte ich, dass ich mit der herkömmlichen FN Weise nicht weiter kam und ich neue Wege mit diesem Pferd gehen musste.

Mein Narcos stellte mich täglich vor neue Herausforderungen. Auf der Weide hat er gezielt nach mir getreten und ist von mir weg, unter dem Sattel konnte ich quasi durch seine Nüstern in die Stirnhöhle schauen und in dieser Haltung ist er mit mir auf und davon....

Narcos brachte mich an meine Grenzen, in jeder Beziehung, aber aufgeben war keine Option für mich. Da jeder weiß das solche Pferde dann gerne zum Wanderpokal werden.


Kurse bringen oftmals neue wirksame Ideen und sogar Fitness-Steigerung

Durch Zufall entdeckte ich bei Facebook einen Horse?Agility-Kurs ganz in unserer Nähe. Da ich viel mit Narcos vom Boden aus gearbeitet habe, gingen mir langsam die Ideen aus und da habe ich uns kurzerhand zu diesem Kurs angemeldet. Und es war die richtige Entscheidung. Bei Horse-Agility ist Teamwork gefragt und Fitness nicht nur beim Pferd. Der Kurs brachte uns zusammen weiter. Wir meisterten zusammen den Parcours. 


Zusammenarbeit mit dem Pferd auf Augenhöhe

Narcos musste zwar die Hindernisse überwinden und ich ihn dazu motivieren, aber ich bin an seiner Seite alles mitgelaufen beziehungsweise, wenn nötig gerannt.

Pferde lieben es, etwas gemeinsam mit ihren Besitzern zu tun, das tun sie nämlich auch mit ihren besten Freunden bzw. ihrer Herde.

Von da an habe ich uns jedes Jahr zum Kurs angemeldet und auch angefangen mir einige Hindernisse selbst zu bauen, damit wir zu jeder Zeit üben können.

Heute sind mein Narcos und ich ein tolles Team und er denkt nach und rennt nicht mehr nur kopflos weg, sondern schaut sich gruselige Dinge an und wartet was ich dazu sage. Für Narcos waren z. B. enge Durchgänge, Sachen die seine Beine berührten, Rascheln auf seinem Rücken Dinge, die ihn panisch werden ließen und er ohne Rücksicht auf Verluste durchstartete, ob ich im Weg war oder nicht. Das alles ist heute überhaupt kein Problem mehr für uns.

Wenn Ihr Fragen habt, stellt sie gerne. Ich werde sie so gut es geht beantworten.